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Im Zuge einer Energieberatung sollten die Ursachen für offensichtliche oder potentielle Baufeuchte-probleme geklärt werden. Das Ergebnis beeinflusst u.U. wesentlich das Vorgehen bei der Sanierung.
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Auf dieser Seite:
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Feuchteanalyse wozu
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Baufeuchte beeinträchtigt das Wohnklima (z.B.: Schimmelbildung ) und kann zu Gesundheitsschäden und bleibenden Bauschäden führen.
Feuchte-Analyse dient der Ermittlung der Feuchte-Ursache. Damit kann das zugrunde liegende Problem bei der Sanierung berücksichtigt werden:
- zum Schutz der Gesundheit der Bewohner
- zur Erhaltung des Gebäudewertes
- zur Energieeinsparung
- für ein Behagliches Wohnklima
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Ablauf Feuchteanalyse
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Schadensaufnahme
- Aufnahme des sichtbaren Schadensbildes
- Messung relevanter Parameter (Evtl. Langzeitmessung)
- Messung der Oberflächentemperatur der Wände, Decken und geometrischen oder sonstigen potentiellen Wärmebrücken
- Messung der Raumluft - Feuchte und -Temperatur (innen, außen)
- Messung der Bauteilfeuchte (Oberfläche/Tiefe)
Rechnerische Beurteilung des Wandaufbaues
- Schichtenaufbau, Tauwassersituation, Möblierung an der Innenwand, Wärmebrücken, Nachrechnung der Konstellation
Erfassung des Bewohnerverhaltens
- Raumtemperatur, Lüftung, Feuchteeintrag
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Ursachen für Baufeuchte
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Baufeuchte kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Die wichtigsten sind:
- Akute Feuchteschäden durch Rohrbruch, Überschwemmung u.ä
- Feuchteschäden durch defekte Dächer, insbesondere Flachdächer, Dachrinnen und Fallrohre
- Baufeuchte im Neubaufall oder nach Sanierung durch ungenügendes Austrocknen vor Erstbezug oder ungenügende (dem Feuchteanfall nicht angepasste) Lüftung
- erhöhte Feuchte durch ungenügende Abdichtung wie z.B. fehlende Horizontalsperre oder Vertikalsperre (Durchfeuchtung bei Schlagregen, aufsteigende Bodenfeuchte). Aufsteigende Feuchte kann ursächlich durch nachträgliche Horizontalabsperrung beseitigt werden, die Mauer kann aber nach wie vor Feuchteprobleme durch zuvor im Mauerwerk akkumulierte Salze aufweisen ( Feuchteabsorption aus der Aussen- / Raumluft durch hygroskopische Salze)
- erhöhte Feuchte durch Oberflächentauwasser (Wärmebrücken, hohe Luftfeuchtigkeit)
- erhöhte Feuchte durch inneren Tauwasserausfall (z.B. an Schichtgrenzen in Bauteilen).
- erhöhte Feuchte durch Luftundichtigkeiten (Abkühlung im inneren durch Konvektion und Wasserdampf Kondensation im inneren eines Bauteiles)
Die Feuchteanalyse hat die Aufgabe die singuläre Ursache oder auch eine mögliche Kombination verschiedener Ursachen zu bestimmen. Daraus lassen sich dann geeignete Maßnahmen ableiten.
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Folgen von Baufeuchte
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Feuchte ist generell nicht vermeidbar und verursacht bei sachgerechtem Feuchteschutz keine Probleme. Wichtig ist, dass ein Bauteil nach Durchfeuchtung auch wieder austrocknen kann. Häufige und anhaltende Durchfeuchtung führt zu:
- einer Verminderung der Wärmedämmung
- verstärkter Verschmutzung, Algen- oder Schimmelpilzbildung
- mechanischer Belastung bei Quell- und Schwindvorgängen durch Feuchtewechsel sowie bei Salzkristallisationsprozessen
- Schäden durch Frost, Fäulnis oder Korrosion bei erhöhter Materialfeuchte
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Schimmel
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Feuchte ist auch die Ursache für Schimmelbildung. Schimmelbildung wird durch folgende Punkte besonders begünstigt:
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Hohe Feuchte Produktion (Küche, Bad, Kühlraum)
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Die relative und absolute Luftfeuchte, die in einem Raum herrscht, wird beeinflusst von Faktoren wie:
Wäsche trocknen, Pflanzen, Aquarien, Kochen, Baden, duschen, Geschirr spülen, Aufenthalt von Personen.
So produziert ein Vier-Personen-Haushalt pro Tag ca. 12 bis 14 l Wasser, das von der Wohnraumluft und dem Oberflächenmaterial aufgenommen und über die Lüftung an die Außenluft abgeführt werden muss. Dieser Entfeuchtungsvorgang ist im Winter besonders wichtig.
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Dichte Möblierung (mangelnde Hinterlüftung) → hohe Wärmeübergangswiderstände
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Möbel und ins besondere dicht vor der Wand stehende und raumhohe Möbel, aber auch dichte und schwere Vorhänge oder große Bilder können schimmelpilzfördernd sein. Wärmestrahlen gelangen so nicht mehr auf die Wandoberfläche und die Wärmekonvektion ist stark eingeschränkt. Dies führt zu einer Erhöhung der Wärmeübergangswiderstände und schließlich zu einem Temperaturabfall an der Wandoberfläche.
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Falsches Nutzerverhalten bezüglich der Lüftung
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Luftwechsel sind erforderlich um ein hygienisches Raumklima zu erhalten und die Luftfeuchtigkeit abzuführen (bauphysikalisch bedingt).
Um Energie einzusparen wird heute eine Luftdichtigkeit der Gebäudehülle verlangt, die höher ist, als sie in Altbauten in der Regel anzutreffen ist. Bei der Sanierung eines Altbaues mit z.B. wesentlich luftdichteren Fenstern und gleichbleibendem Nutzerverhalten kann es dann zu Feuchteproblemen mit nachfolgender Schimmelbildung kommen, weil die Luftfeuchtigkeit nicht mehr ausreichend weggelüftet wird.
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Mangelhafte Wärmedämmung, besonders bei Wärmebrücken
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Sinkt die Oberflächentemperatur an einem Bauteil, kühlt sich auch die Luft nahe der Oberfläche ab. Es steigt damit die relative Luftfeuchte und somit die Tauwassergefahr. An feuchten Oberflächen sammelt sich gerne Schmutz, der wiederum Nährboden für Pilze ist.
Die DIN 4108 verlangt daher die rechnerische Einhaltung einer Oberflächentemperatur von 12,6 °C bei einer Innentemperatur von 20°C und einer Außentemperatur von -5 °C. Dies wiederum bedingt die Einhaltung einer Mindestdämmung.
Mangelnde Dämmwirkung kann auch auf Durchfeuchtung oder Beschädigung einer ursprünglich richtig dimensionierten Dämmung beruhen.
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