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Energieberatung München, Energieausweise München
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Das geneigte Dach ist ein technisch und bauphysikalisch anspruchsvolles Bauteil insbesondere auch in der Sanierung.
Kritisch ist eine optimale Feuchtesteuerung im Dachaufbau, die neben der planbaren Feuchtbelastung auch eine Reserve (Trocknungsreserve) für unvorhergesehene Feuchteprobleme schafft.
Hierzu gibt es heute eine Vielzahl geeigneter Bauteile, deren Kombination und Abstimmung insbesondere bei Teilsanierung von Altaufbauten eine anspruchsvolle Aufgabe für den Fachmann ist.
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Auf dieser Seite
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Besondere Situation des Daches
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Das Dach ist von allen Bauteilen eines Gebäudes den Witterungseinflüssen am stärksten ausgesetzt. Regen, Schnee, Wind und Sonne (Hitze und UV-Strahlung) wirken auf die Dachkonstruktion ein. Dabei sind große und u.U. schnell wechselnde Temperaturunterschiede (Sommer/Winter, Tag/Nacht, Sonne/Schatten) zu beherrschen.
Im Winter soll das Dach die Wärme im Haus halten (Wärmeschutz) und im Sommer soll es die darunter liegenden Räume vor unangenehm hohen Temperaturen schützen (sommerlicher Wärmeschutz)
Zudem muss das Dach mit der Benutzungsfeuchte zurechtkommen, die von innen in die Konstruktion eindringen kann. Diese Situation liegt insbesondere in der kalten Jahreszeit vor.
Zur Beherrschung dieser Anforderungen haben sich verschiedene Konstruktionen bewährt. Generell wird zwischen Steildach und Flachdach (Neigung < 5 Grad) unterschieden. Je nach Auslegung des Dach-Tragwerkes gibt es massive Konstruktionen (z. B.Beton-Tragwerk) oder Tragwerke aus Holz (die Regel beim Steildach).
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Genereller Dachaufbau
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Das Dach besteht aus den Bauteilen des Tragwerks und weiteren, schichtweise angeordneten Komponenten, die jeweils eine oder mehrere der folgenden Aufgaben zu erfüllen haben:
- Entwässerung / Regenschutz
- Schutz gegen Flugschnee und leichte Undichtheiten der äußeren Hülle (Unterdeckung)
- Herstellung der Winddichtheit
- Wärmedämmung
- Herstellung der Luftdichtheit
- Steuerung der Dampfdiffusion
Die verschiedenen Schichten können dabei je nach Anordnung und Material eine oder mehrere Aufgaben erfüllen.
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Tragwerk des geneigten Daches (Holz)
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Ee gibt eine Vielzahl von Formen des geneigten Dachen. Die häufig anzutreffenden Formen im Wohnungsbau sind : Flachdach, Satteldach, (Krüppel-)Walmdach, Zeltdach und das Pultdach. Eine umfassende Zusammenstellung der Dachformen finden Sie unter: Dachformen .
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Verschiedene Satteldachkonstruktionen und Bezeichnungen
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Pfettendach
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Kehlbalkendach
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Sparrendach
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belüftetes Dach
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Beim belüfteten / hinterlüfteten Steildach sind sowohl Eindeckung als auch Dämmung hinterlüftet (2 / 4). Das Unterdach(3) wird durch die Verschalung und üblicherweise durch eine Wasser- Luft- Dampfdichte Bitumendachbahn gebildet. Mittels der Hinterlüftungen wird zum einen durch Undichtheiten der Eindeckung eingedrungene Feuchtigkeit abgeführt (zur Traufe oder durch Verdunstung zum First), zum anderen wird durch Diffusion oder Konvektion von innen in die Dämmung eingetragenes Wasser in der Verdunstungsphase sicher an die Außenluft abtransportiert. Für die Luftdichtheit der Konstruktion dient eine verputzte oder auf andere Weise luftdicht gefertigte Innenverkleidung (6).
Das Bild oben zeigt eine Konstruktion ohne innenliegende Dampfbremse (funktioniert bei einwandfreier Hinterlüftung).
Das Bild unten zeigt eine Konstruktion mit innenliegender Dampfbremse, falls die Hinterlüftung nicht ausreichend und/ oder eine höhere Trocknungsreserve erwünscht ist. Die Dampfbremse dient auch gleichzeitig als Luftdichtschicht.
Die Dämmung kann auch durch eine zusätzliche Dämmung unter den Sparren verbessert werden s.u.
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unbelüftetes Dach
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Heutiger Standard ist das unbelüftete Dach. Die in den Bildern gezeigte Hinterlüftung der Deckung ist nach wie vor üblich. An die Stelle der Bitumendachbahn tritt eine Unterdeckung aus einer diffusionsoffenen, winddichten Unterdeckbahn. Damit kann auch die Hinterlüftung entfallen und die volle Sparrenhöhe zur Dämmung genutzt werden. Die Unterspannbahn kann auch als Luftdichtschicht genutzt werden. In diesem Falle ist auf luftdichte Anschlüsse an First, Traufe und Ortgang zu achten (u.U. kompliziert / aufwendig)
Die Ausführung kann mit oder ohne Dachschalung (Unterspannbahn liegt auf der Schalung) erfolgen. Zur Steuerung der Diffusion und als Luftdichtschicht fungiert eine Dampfbremsbahn zwischen Innenverkleidung und Dämmung. Die Dampfbremse ist erforderlich da auch die Unterspannbahn eine wirksame Bremsfunktion ausübt. Bei kappilaraktiven / sorptionsfähigen Dämmstoffen kann die Dampfbremse u.U. entfallen. Allerdings muss dann die Luftdichtheit durch die Innenverkleidung sichergestellt werden. Anwendung z.B in der Sanierung). Beispiele bei Homatherm, Pavatex.
Oft reicht die Zwischensparrendämmung nicht aus um die gewünschte / geforderte Dämmwirkung (KfW, EnEV) zu erzielen. Im unteren Bild wurde die Dämmung um Aufsparren- und Untersparrenelemente erweitert. Dies ermöglicht z.B. Die Integration der wind- und wasserdichten Schicht mit der Aufsparrendämmung. Eine Untersparrendämmung kann als Installationsebene verwendet werden und sie schützt die Dampfsperre / Luftdichtschicht vor Beschädigungen. Auf- und Untersparrendämmung minimieren zudem den Wärmebrückeneffekt der Sparren.
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Aufgaben / Material der Dachschichten
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Nr.
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Bezeichnung
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Aufgabe
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Material
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1
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Dachhaut
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Wasserableitung
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Ziegel, Blech, Dachbahnen auf Schalung
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2
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Hinterlüftung der Deckung
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Abführung von Feuchte, Schutz der Eindeckung
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Belüftete Luftschicht
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3
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Unterdach / Unterdeckung
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Schutz der unterliegenden Konstruktion gegen Wind, eingedrungenes Wasser / Schnee
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Bitumendachbahn, wasserdicht, luftdicht, dampfdicht auf Schalung
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4
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Hinterlüftung der Dämmung
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Abführung von in die Konstruktion / Dämmung eingedrungener ( Diffusion, Konvektion, undichtes Unterdach) Feuchte
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Belüftete Luftschicht
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5
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Dämmung
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Wärmeschutz (Schallschutz, Brandschutz))
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EPS, PUR, Miwo,Holzfaser …
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6
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Raumseitge Verkleidung
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Wohnliche Innenoberfläche, bei entsprechenden Maßnahmen auch Luftdichtebene
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Min.- Holzfaser mit Putz, Putz auf Dämmplatte, Gipskarton, Spanplatte, OSB-Platte …
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7
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Dampfbremse
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Verminderung der Wasserdampfdiffusion in die Dachkonstruktion
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Kunststoffbahnen, Alubahnen, spezielle Bahnen mit angepasstem sd-Wert, Kaschierungen auf der Dämmung
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Unterspannbahn
Unterdeckbahn
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Schutz der unterliegenden Konstruktion gegen Wind, eingedrungenes Wasser / Schnee, erster Schutz bei Neubauten (Unterdeckbahn)
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Spezielle Dachbahn, diffusionsoffen
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Unterdeckplatte
Aufsparrendämmung
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Dämmung + Witterungschutz an der Außenseite (Wirkung wie Unterdeckbahn)
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z.B bewitterbare Holzwfaserplatte, PUR-Platten mit integrierter Dachbahn
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10
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Installationsebene
Untersparrendämmung
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zusätzliche Dämmung, Raum zur Verlegung von Verkabelung, Steckdosen. Schutz der Dampfbremse (Haken/Nägel/Dübel)
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Wie Dämmung
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Begriffe im Umfeld Unterdach
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Definitionen nach ZVDH (Zentralverband des Dachdecker Handwerks)
- Kaschierung
Eine Kaschierung ist die werkseitig aufgebrachte Schicht auf Dämmstoffen. Die Qualität der Kaschierung bestimmt die klassifizierende Einstufung. Eine Kaschierung ist in der Regel diffusionsoffen
- Unterdach
Ein Unterdach ist eine Zusatzmaßnahme aus wasserdichten Werkstoffen auf einer ausreichend tragfähigen Unterlage. (wasserdicht und diffusionsdicht)
- Unterdeckung
Eine Unterdeckung ist eine Zusatzmaßnahme aus ausreichend wasserundurchlässigen Bahnen auf einer ausreichend tragfähigen Unterlage oder eine Zusatzmaßnahme aus Unterdeckplatten. (Wasserdicht, abhängig von verwendeter Bahn diffusionsoffen oder diffusionsdicht)
- Unterspannung
Eine Unterspannung ist eine Zusatzmaßnahme aus ausreichend wasserundurchlässigen Bahnen ohne flächige Unterlage. Die Bahnen können gespannt oder mit planmäßigem Durchhang verlegt werden. (Diffusionsoffen)
Die allgemeine Einordnung, welche Dachkonstruktion welche Unterdeckung o.ä. benötigt wird, hängt entscheidend von der Dachneigung und den geografischen Verhältnissen ab.
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Hinterlüftung
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Zwei grundsätzlich unterschiedliche Typen des Dachaufbaus werden unterschieden:
- Das nicht belüftete Dach (auch Warmdach genannt): Bei nicht belüfteten Dächern ist direkt über der Wärmedämmung keine belüftete Luftschicht angeordnet. Zu nicht belüfteten Dächern gehören auch solche, die außenseitig im weiteren Dachaufbau angeordnete Luftschichten oder Lüftungsebenen haben (z.B. unter der Eindeckung).
- Das belüftete Dach (auch Kaltdach genannt): Bei belüfteten Dächern ist direkt über der Wärmedämmung eine belüftete Luftschicht angeordnet. Beide Bauarten sind im Bestand anzutreffen. Im Neubau kommt heute im Wesentlichen das unbelüftete Dach zum Einsatz.
- Beim belüfteten Dach ist ein durchgehender Lüftungsquerschnitt über der Dämmung sicher zu stellen, beim Steildach min. 2cm Höhe, bei Dächern mit einer Neigung <10 Grad min. 5cm, bei Flachdächern min. 15 cm.
- Die Antriebskraft für die Lüftung beim geneigten Dach ist die Thermik, verursacht durch Temperaturunterschiede an Ein- (Traufe) und Austritt (First)der Luft. Beim Flachdach kann eine Luftbewegung nur durch Druckunterschiede, verursacht durch den Wind, zustande kommen.
- Die Kräfte von Wind und Wetter sind nicht immer zuverlässig einschätzbar, insofern bergen belüftete Dächer u.U. Risiken. Insbesondere kann nicht von einer Trocknungsreserve für nicht planbare Feuchtebelastungen ausgegangen werden.
- Eine Überströmung der Dämmung durch die Luftschicht kann zu einer Reduktion der Dämmwirkung z.B. bei Mineralwolle führen. Bei sehr dichtem Material z.B.: WLG 035 ist dieser Effekt jedoch vernachlässigbar.
- Die Hinterlüftung und Schichten über der Hinterlüftung leisten keinen Beitrag zur Wärmedämmung.
- Der sommerliche Wärmeschutz kann durch eine Hinterlüftung verbessert werden.
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Unterspannbahn / Unterdeckbahn
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Unterspannbahnen sollen die unterliegende Konstruktion / Dämmung sicher vor eindringender Feuchte und Wind schützen, und gleichzeitig Wasserdampf und Feuchte aus dem Inneren sicher nach außen abführen (wasser- und winddicht aber diffusionsoffen). Die sd-Werte von Unterspannbahnen liegen im Bereich von 0,2m bis 0,02m
Zwei Typen von Bahnen haben sich etabliert:
- Microporöse Bahnen: Diese werden überwiegend aus Polyproppylen hergestellt. Diese an sich diffusionsdichte Folie wird in einem speziellen Produktionsprozess mit microfeinen Poren versehen (genadelt) , die die Folie wasserdampfdurchlässig machen. Die Funktion dieser Bahnen ist u.U eingeschränkt
- Problem Wasserdichtheit: Der Schutz vor Wasser von außen besteht, da Wassertropfen auf Grund der Oberflächenspannung nicht durch die Poren gelangen. Durch Schlagregen, Holzinhaltsstoffe und Kettensägenöl kann diese herabgesetzt werden, sodass es zu Feuchteschäden kommen kann
- Problem Diffusionsoffenheit: Bei diesen Bahnen gelangt der Wasserdampf durch die Poren nach außen. Muss viel Dampf hindurch, kann sich ein Feuchtefilm an der Innenseite der Bahn bilden. Folge: Die Bahn wird dichter. (damit auch Gefahr der Eisbildung)
- Problem Verschmutzung: Verschmutzung kann die Poren verstopfen und damit gleichfalls die Funktion beeinträchtigen.
- Monolithische Bahnen: Diese Bahnen verfügen über eine porenfreie TEEE-Membran (Thermoplastischer Elastomer Ether Ester) Sie sind:
- Luftdicht: Der monolithische Funktionsfilm gewährleistet eine 100 %ige Luftdichtheit.
- Diffusionsoffen: Der monolithische TEEE-Film ermöglicht einen aktiven Feuchtigkeitstransport durch das Bahnenmaterial. Steht Kondensat innenseitig in Tropfenform an, wird diese entlang der Molekülketten aktiv nach außen weiter transportiert. Reduzierte Gefahr von Eisbildung (= Dampfsperre)
- Feuchtevariabilität: Der TEEE-Film hat feuchtevariable Eigenschaften. Dadurch sinkt der Diffusionswiderstand der Bahnen bei Kondensat Bildung bis auf einen sd-Wert unter 0,02 m
- Problem Verschmutzung:. Unempfindlich gegen Öle aus Kettensägen und gegen Holzschutzmittel und Holzinhaltsstoffen
Die Funktionsschicht der Bahnen ist je nach Einsatzfall mit Vlieschichten oder Faser-Verstärkungen versehen zur Verbesserung der Reißfestigkeit ,als Schutz vor mechanischer Beschädigung oder anderen Umwelteinflüssen (z.B. UV-Strahlung)
Microporöse Bahnen sind billiger als monolithische Bahnen. Sie werden allgemein eingesetzt, sofern die Randbedingungen es zulassen.
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Dampfsperre / Bremse
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Als Dampfbremsen gelten Bauteilschichten, die einen Wasserdampfdiffusionswiderstand (Sperrwert oder sd-Wert) von größer 0,50 m haben. Als Werkstoffe eignen sich entsprechende Spezialpapiere (imprägniert, bituminiert) oder Kunststofffolien (Polyethylenfolie PE 0,15 bzw. 0,25 mm, Polyamidfolie PA ca. 0,05 mm), Aluminiumfolien (> 0,05 mm), jeweils extra oder als Kaschierung in Verbindung mit einer Wärmedämmung oder Plattenmaterialien wie Gipskarton- oder Spanplatten. Die Wahl der Dampfbremse hängt vom jeweiligen Gesamtaufbau der Dachkonstruktion ab. Zu beachten ist, dass die Materialien eine geeignete Zulassung haben.
Dampfbremspapier-Bahnen werden überwiegend im ökologischen Holzrahmenbau oder bei Dachaufbauten mit ökologischen Dämmstoffen, z.B. Holzfaser-Dämmstoffen in einem System eingesetzt. Zum Schutz der Dampfbremse sollte hier unbedingt eine Installationsebene vorgesehen werden. Sie ist bei Papierbahnen deshalb wichtig, weil diese u.U. empfindlicher gegen mechanische Beschädigungen sind als OSB-Platten oder einige Kunststofffolien.
OSB-Platten (Oriented Strand Board, Platten aus langen, schlanken, ausgerichteten Spänen, sd-Wert bei 19mm Dicke: ca. 1m) werden immer häufiger als Dampfbremse eingebaut. Die obere und untere Deckschicht verläuft längs, die Mittellage quer zur Plattenrichtung. Dadurch erreichen die Platten besonders gute mechanische Eigenschaften. Zur Erreichung der Luftdichtigkeit sind die Nähte und Stöße dauerhaft mit zugelassenen/freigegebenen Klebebändern zu verschließen. Ein Nachteil kann sein, dass Problempunkte wie z.B. Ecken und Durchdringungen, die stark konturiert sind nicht allein mit Klebebändern und starren Platten angeschlossen werden können.
Quelle Isover
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Luftdichtschicht
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Die äußeren Bauteile eines Gebäudes sollten möglichst luftdicht sein zur:
- Verringerung der unkontrollierten Lüftungsverluste.
- Vermeidung von Tauwasserbildung durch Konvektion. Außenmauen werden verputzt und sind damit Luftdicht. Dieser Innenputz kann auch in einem Dachgeschoss vorhanden sein. Damit ist das Dach luftdicht, und die Gefahr der Tauwasserbildung durch Konvektion im Dachaufbau ist gebannt. Nun ist dies beim Dachaufbau oft nicht möglich, schwierig oder ein verputzen der Innenseite ist nicht gewünscht (Trockenbau). Dann kann die Luftdichtschicht auch an anderer Stelle oder durch andere Mittel implementiert werden. Dies kann eine Dampfbremse innerhalb des Daches sein oder eine Luftdichte Unterdeckung oder eine andere geeignete Innenraumverkleidung. Wichtig ist bei einer Luftdichtschicht, dass sie den Dachraum allseitig gegen die Außenluft durchgehend und dauerhaft abdichtet. Soll dauerhafte Luftdichtheit gewährleistet sein, muss insbesondere den Anschlüssen der Dichtungsebene an First, Traufe und Ortgang besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Gleiche Aufmerksamkeit erfordern Durchdringungen der Luftdichtschicht (Sparren, Pfetten, Entlüftungsrohre, Schornstein, evtl. Dachantennen, elektrische Anschlüsse...)
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Dämmschicht
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Der Dämmstoff sichert den winterlichen und den sommerlichen Wärmeschutz
Wesentliche verwendete Dämmstoffe:
- Mineralwolle: In der Regel als Zwischensparendämmung (Passt sich gut an die Sparren an, leicht zu verarbeiten). Wird auch unter und auf Sparren eingesetzt
- Holzfaser Platten: Gibt es für alle Dachbereiche in jeweils spezifischer Ausführung. Als Aufsparrendämmung auch als bewitterbare Unterdeckung, als Zwischensparrendämmung (Passt sich gut an die Sparren an, leicht zu verarbeiten), als Untersparrendämmung auch verputzbar. Prinzipiell ist mit Holzfaser ein folienfreier Dachaufbau möglich.
- Zellulose: gibt es als Flocken (zum Einblasen/Schütten) oder als Platten (schwierig zu verarbeiten). Einsatz meist als Hohlraumdämmung zum Einblasen in der Sanierung (Zwischensparren).
- PUR/PIR: Zumeist als Aufsparrendämmung eingesetzt, Sehr geringe Wärmeleitfähigkeit, witterungsbeständig, wasserabweisend. Auch für unter Sparren Dämmung geeignet. Lieferbar mit verschiedenen dem Einsatzfall angepassten Kaschierungen Beispiel:Liniterm
- EPS: Plattenformat für Aufdachdämmung oder Zwischensparren (Verarbeitung bei Zwischensparren etwas aufwendiger als bei Miwo/HWL) Auch für unter Sparren Dämmung geeignet
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Feuchteströme in der Dämmung (feuchtevariable Damfbremse)
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Neben der “geplanten” Wasserdampfdiffusion kann weitere nicht vorhersehbare Feuchtebelastung durch Flankendiffusion (3) oder durch schadhafte Unterdeckung (1) bzw. Luftdichtebene (2) entstehen.
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Darstellung der rel. Luftfeuchtigkeit an der Dampfsperre, abhängig von der Jahreszeit.
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Abhängigkeit des sd Wertes einer feuchtvariablen Dampfbremse von der Umgebungsfeuchte. (A) hohe Feuchtevariabilität (B) mittlere feuchtevariabilität.
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Der Antrieb für die Wasserdampfdiffusion ist der Temperaturunterschied und der unterschiedliche Dampfdruck an den Grenzen eines Bauteiles. Bei dünnen Folien ist der Temperaturunterschied vernachlässigbar, d.h. hier kommt eine Diffusion nur durch den Teildampfdruck über der Bahn zustande.
In der kalten Jahreszeit bewirkt der hohe Temperaturunterschied eine Dampfdiffusion von innen nach außen. Wird der Dampf beim Durchgang des Bauteils zu stark abgekühlt fällt Tauwasser im Bauteil an. Eine Dampfbremse schützt die Dämmung vor dem Eindringen von Feuchte durch Diffusion.
Im Sommer kehren sich die Temperaturverhältnisse um. Wasserdampf diffundiert von der Außen- zur Innenseite. Eine Dampfsperre an der Innenseite behindert jetzt die Wasserdampfdiffusion nach innen und verhindert damit u.U. die Austrocknung der Dämmung. Daher sollte der sd-Wert der Dampfsperre so gering wie möglich gehalten werden. Die Dampfsperre kann sonst zur Feuchtefalle werden.
Besondere Abhilfe bringen hier feuchtevariable Dampfbremsen, die ihren sd-Wert abhängig von ihrer Umgebungsfeuchte ändern: Geringe Feuchtigkeit ->hoher sd-Wert (z.B. 4-10m) , hohe Feuchtigkeit -> geringer sd-Wert (z.B. 0,25-0,6m)
Damit die feuchtevariablen Eigenschaften der Dampfbremse wirken können, muss Feuchtigkeit zur Dampfbremse wandern können. Diffusionsoffene Warmedammstoffe gewährleisten dies, und sind daher empfehlenswert (z.B. Mineralwolle, Holzwolle ..)
Quelle proclima
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Regeln für einen funktionierenden Dachaufbau
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Allgemeines
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- Der Hohlraum über der oberen Abdeckung der Sparren (Konterlattenebene) muss zum Feuchteschutz der dort angeordneten Lattung in jedem Fall belüftet sein.
- Vollflächige fugenfreie Innenbekleidungen verhindern bei außen verlegten Luftdichtungsbahnen Feuchteeintrag durch Konvektion.
- Außen diffusionsoffene Konstruktionen haben größere Rücktrocknungsreserven als Konstruktionen mit diffusionshemmenden Bauteilschichten (z. B. Schaumdämmstoffe).
- Die oberseitige Abdeckung sollte in jedem Fall diffusionsoffen sein, mit einem sD-Wert von weniger als 0,2 m, um insbesondere während der Bauphase eine ausreichende Abgabe ungewollt eingebrachter Feuchte aus den Dachquerschnitten zu ermöglichen.
- Der Diffusionswiderstand von diffusionsoffenen Luftdichtungsbahnen muss äußerst genau eingehalten werden und auch bei hoher relativer Feuchtigkeit gelten
- Die Luftdichtebene sollte sich möglichst im frostfreien Bereich befinden
- Neben den hier behandelten bauphysikalischen Aspekten sind zusätzlich auch die Anforderungen des Holzschutzes (DIN 68 800-2) zu beachten.
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Regeln zur Anordnung diffusionshemmender Schichten
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- Raumseitig sollte die dampfsperrende Wirkung der Abdeckung nicht größer als der Faktor 10 einer außenseitig verlegten Beplankung / Dichtheitsschicht sein. Sie muss diffusionhemmend mit einem Diffusionswiderstand sd von weniger als 2 m sein, um auch die Austrocknung zur Raumseite hin grundsätzlich zu ermöglichen.
- Je weiter die Luftdichtungsebene in Richtung Innenraum liegt, um so sicherer werden die Konstruktionen. Je weiter außen sich die Luftdichtungsebene befindet, umso problematischer ist die Konstruktion: Das Bauschadensfreiheitspotential ist dann verringert.
- Optimal sicher gelten Konstruktionen, die mit Dampfbrems- und Luftdichtungsebenen die 1/3 zu 2/3 Regel einhalten (1/3 der Dämmung raumseitig der Dampfbremse, 2/3 der Dämmung außenseitig.(entspricht der 20% Regel nach DIN). Dem liegt zugrunde, dass der diffundierende, sich abkühlende Wasserdampf nach etwa einem Drittel des Duffisionsweges den Taupunkt erreicht.
- Konstruktionen können gemäß instationärer Berechnungsmethoden als sicher angesehen werden
- wenn bei nicht sorptiven Dämmstoffen (z.B. Mineralwolle) die Luftdichtungsebene raumseitig von 50 % des Gesamtdurchlasswärmewiderstandes liegt.
- wenn bei sorptiven Dämmstoffen (z. B. Holzweichfaser oder Zellulose) in Verbindung mit einer feuchteaktiven, luftdichten monolithischen Membran die Luftdichtungsebene raumseitig von 30 % des Gesamtdurchlasswärmewiderstandes liegt.
Quelle proclima
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Sommerlicher Wärmeschutz
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Im Sommer können die Außentemperaturen erträgliche Innentemperaturen bei weitem übersteigen. Andererseits sind die Nachttemperaturen zumeist angenehmer und bringen Abkühlung.
Die schwankenden Außentemperaturen zeigen sich auch in den Innenräumen, allerdings abgeschwächt (bei geeigneten Maßnahmen) und verzögert.
Die Abschwächung wird durch die Faktoren Temperaturamplitudenverhältnis (TAV) oder Temperaturamplitudendämpfung (TAD) charakterisiert. TAV ist der Quotient aus Innenamplitude und Außenamplitude sollte < 0,1 sein (Empfehlung). TAD ist der Kehrwert von TAV (sollte > 10 sein).
Die Verzögerung wir als Phasenverschiebung bezeichnet gemessen in Stunden (hier wird ein Wert von 10 bis 12 Stunden favorisiert, d.h. die Spitze fällt in die Nachtstunden und kann dann auf Grund der dann niedrigen Außentemperaturen gut weggelüftet werden.
Stellt man diese Betrachtung Dämmstoff spezifisch an, zeigt sich, dass auf Grund ihrer hohen Wärmespeicherkapazität insbesondere Holzwolleplatten und Zelluloseflocken für die Dachdämmung besonders geeignet sind. Dieses Argument wird von den entsprechenden Hersteller auch intensiv vermarktet.
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Nun besteht eine Dachkonstruktion nicht nur aus Dämmstoff und insbesondere sind für das entstehende Raumklima auch andere Parameter wesentlich. Diese sind: Die Wärmespeicherfähigkeit der übrigen raumumschließenden Flächen, der Fensteranteil und dessen Verschattungsgrad sowie die Orientierung (Himmelsrichtung) der Fenster. Den größten Einfluss hat das Nutzerverhalten (Lüftung). Mittlerweile gibt es mehrere Untersuchungen die an realen Gebäuden oder mit entsprechen Simulationen die Situation unter Berücksichtigung aller genannten Aspekte untersucht haben. Mit dem Ergebnis, dass Dämmstoffwahl und dessen Positionierung im Dachaufbau nur geringe bis vernachlässigbare Auswirkung auf sommerliche thermische Behaglichkeit haben.
Diese Behaglichkeit wird erreicht, wenn einerseits die Wärme draußen gehalten wird, und andererseits eingeströmte Wärme wieder nach außen transportiert, und innere Wärmequellen minimiert werden . Dabei muss mehr nach außen abgeführt werden als zufließt.
Wirksame Maßnahmen:zum Sommerlichen Wärmeschutz
- Verminderung des Einströmens von Wärme:
- Ein hoher U-Wert des Daches (dieser ist ohnehin für den winterlichen Wärmeschutz erforderlich)
- Verhinderung direkter Sonneneinstrahlung über Fenster (der Wärmeeintrag über Fenster ist wesentlich größer als über eine vergleichbar große Dachfläche ( 200 bis 1000 mal). Nicht zu große exponierte Fensterflächen, möglichst außen liegende Verschattungseinrichtungen. Geneigte Fenster (Dachflächenfenster) sind ungünstiger als stehend Fenster (Gauben)
- Abtransport der Wärme nach Außen
- Da das Dach gut gedämmt sein soll, ist die Wärmeabfuhr mittels Transmission durch das Dach fast vernachlässigbar. Da hilft nur nächtliches Lüften (Fenster tagsüber geschlossen und verschattet).
- Lüften sobald und solange die Außentemperatur niedriger ist als die Innentemperatur (u.U. Temperatur- Zeit- gesteuerter Lüfter )
- Die Lüftung wirkt nur auf die raumnahen Oberflächen der umgebenden Bausteile (relevant sind hier nur wenige cm). Entsprechend ist die Wirksamkeit der Lüftung am besten, wenn die raumnahen Oberflächen eine hohe Wärmespeicherkapazität besitzen (schwere Bauteile). Dies gilt sowohl für die Dachfläche als auch für die übrigen raumumschließenden Flächen (Boden, Wände, Kniestock). Eine Verkleidung der Dachfläche z.B. wirkt besser bei Realisierung durch Spanplatten als durch Gipsplatten. Dies gilt auch bei Leichtbau für Wände und Boden.
- Minimierung innerer Wärmelasten:
- Stromverbrauch minimieren (Standby, Beleuchtung, ..)
- angepasste Personenbelegung / Nutzung
- Wie bei Außenmauerwerk gilt sinngemäß auch für den Dachausbau: innen Speichermasse außen Dämmung. z.B. auf Sparren PUR zwischen Sparren Mineralwolle unter den Sparren Holzwolleplatten. Verschalung: Spanplatte oder Putz. (Dies ist ein Beispiel zur Illustration des zuvor gesagten. Für eine konkrete Lösung müssen auch andere Gesichtspunkte berücksichtig werden) Zur Relevanz der Reihenfolge siehe aber oben Gesagtes,
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Dachsanierung
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Die Sanierung eines Daches kann von außen oder von innen erfolgen
Die Sanierung von Außen bietet sich an wenn:
- Der Dachraum bereits ausgebaut ist und als Wohnraum genutzt wird. Es kann auch schon eine teilweise Dämmung des Daches vorhanden sein
- Die Dachhaut sanierungsbedürftig ist. Dacheindeckung, Unterdach
Bei einer Sanierung von außen sind durch Kombination von Zwischensparren- und Aufdachdämmung größere Dämmstärken erreichbar. Maßnahmen zur Vermeidung von Feuchteproblemen sind relativ einfach und sicher zu realisieren
Die Sanierung von Innen bietet sich an wenn:
- Der Dachraum nachträglich ausgebaut werden soll, bei noch gut erhaltener Dachhaut.
- Bei Feuchteproblemen durch mängelhaften Altaufbau (defekte Luftdichtschicht, fehlende Unterdeckung, zu geringe Dämmwirkung)
- Anlässlich der Erneuerung des Innenausbaus
Bei der Sanierung von Innen kann die Dämmung sowohl zwischen als auch unter den Sparren eingebaut werden. Die Realisierung eines wirksamen Feuchte schutzes ist etwas schwieriger zu installieren als von Außen.
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Dachsanierung von außen
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Ausgangszustand ist eine bestehende zu erhaltende Innenverkleidung (13) und eventuell eine bestehende Dämmung (11) evtl. mit mit einer Dampfsperre (12).
Nach Öffnung des Daches ist der alte Dämmaufbau hinsichtlich der weiteren Verwendbarkeit der Dämmung zu überprüfen (Wärmeleitgruppe, Zustand) und evtl. zu entfernen.
Neuaufbau:
- Luftdichtheit / Feuchteregulierung: sub top verlegte feuchtevariable Dampfsperre(7)
- Dämmung: zwischen (5) und auf Sparren (9).
- Schutz gegen Flugschnee, leichte Undichtheiten, winddicht: Geeignete Aufsparrendämmung (9) auch als Unterdach oder separate Unterdeckbahn (8).
Die Dampfsperre wird mit schmalen Holzstreifen (14) am Sparren fixiert (getackert).
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Dachsanierung von innen
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Für die Sanierung des DG von innen oder für den Erstausbau von innen bieten sich verschiedene Vorgehensweisen an.
- Zunächst zu klären ob das Dach diffusionsoffen oder diffusionsdicht konzipiert wurde. Bei funktionierendem diffusionsoffenen Dach kann die Sanierung auch wieder Als Kaltdach ausgeführt werden
- Ist die Funktion der Hinterlüftung nicht mehr gewährleistet, oder will man den Raum zwischen den Sparren optimal ausnutzen, ist eine Sanierung zum Warmdach möglich
- Beim diffusionsoffenen Dach ist zunächst zu Prüfen ob eine funktionierende diffusionsoffene Unterdeckung oder Unterdach vorhanden ist. Wenn dies gewährleistet ist, kann direkt unterhalb der Unterdeckung mit der Dämmung begonnen werden
- Bei fehlender oder defekter Unterdeckung ist zunächst dieser Mangel zu begleichen s.U.
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Diffusionsdichtes Dach: Sanierung als Kaltdach
- Hier wird die funktionierende Außenhaut (1-4) weiter genutzt.
- Die Luftdichtschicht kann durch die Raumseitige Verkleidung(6) gebildet werden. Ist dies nicht möglich oder gewollt, oder ist nicht sicher, dass die Hinterlüftung funktionsfähig bleibt, muss eine Dampfbremse (7) eingefügt werden. Die Dampfbremse funktioniert dann auch als Luftdichtschicht.
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Diffusionsdichtes Dach: Sanierung als Warmdach
- Auch hier wird die funktionierende Außenhaut (1-3) weiter genutzt.
- Der Raum zwischen den Sparren kann voll für die Dämmung genutzt werden (5)
- Eine Dampfsperre ist hier unbedingt erforderlich (auch Luftdichtebene, evtl. feuchtevariable Dampfsperre hoher Variabilität)
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Diffusionsoffenes Dach: Funktionierende Unterdeckung vorhanden
- Funktionierende Außenhaut (1, 8) wird übernommen Die Außenhaut kann auch aus einer diffusionsoffenen Bahn auf Schalung bestehen. Zur Sicherstellung der Diffusinsoffenheit müssen die Schalbretter mit einem Abstand von ca. 5 mm zwischen den einzelnen Brettern verlegt worden sein.
- Zu beachten: Besteht eine alte Unterdeckung aus einer genadelten Unterspannbahn besteht die Gefahr, dass sie bei Berührung von unten (durch den Dämmstoff ) undicht wird (Zelteffekt). Dann siehe nächste Variante.
- Volle Nutzung des Zwischensparrenraumes
- Dampfsperre ist immer erforderlich, gleichzeitig Luftdichtdchicht.
- Abstimmung sd-Wert Dampfbremse / Unterdeckung
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Diffusionsoffenes Dach: Keine bzw. beschädigte Unterdeckung vorhanden
- In diesem Fall muss eine neue Unterdeckung zwischen den Sparren eingefügt werden. Die Ableitung der Feuchtigkeit zur Traufe muss sichergestellt sein.
- Zur Belüftung der Dachdeckung und Ableitung von Feuchtigkeit oder Tauwasser ist ein ausreichender Abstand zwischen Dach- und Unterdeckung erforderlich. Dies kann wie im Bild gezeigt durch eine Abstandslatte sichergestellt werden.
- ‘Zu beachten: Besteht eine alte Unterdeckung aus einer genadelten Unterspannbahnen besteht die Gefahr, dass sie bei Berührung von unten (durch den Dämmstoff ) undicht wird (Zelteffekt).
- Unterdeckung und Dampfbremse aufeinander abstimmen (sd-Wert)
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Dachausbau ohne Unterdach oder Unterdeckung: Bauphysikalisch funktioniert eine Dämmung auch ohne Unterdeckung wenn das Eindringen von Feuchte von Außen minimiert und durch die Konstruktion eine schnelle Austrocknung unterstützt wird. Dazu:
- Die Regeldachneigung muss mindestens eingehalten sein. (abhängig von Art der Eindeckung)
- Der verbleibende Hinterlüftungsquerschnitt sollte gering sein (verringert die Gefährdung durch Flugschnee)
- kleinformatige Deckung (Luftdurchlässiger, erleichtert die Austrocknung)
- Das Sparrenholz muss Feuchtigkeitsanforderungen der einschlägigen Vorschriften erfüllen
- Verwendung von Mineralwolle als Dämmstoff (gutes Diffusionsverhalten, keine Wasseraufnahme hygroskopisch,)
- vorteilhaft ist die Verwendung einer feuchtevariablen Dampfbremse raumseitig.
Schäden an der Eindeckung müssen allerdings schnellstens behoben werden. Bei Dachflächenfenster ist der Vermeidung von Flugschnee und der Wasserableitung, insbesondere bei Tauwettersituationen, besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
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Kosten einer Dachsanierung
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